Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Gweny
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Dienstag 4. Februar 2020, 20:55

Also ich meine es sind Algen und keine Cyanos. Cyanos müssten sich wegwedeln lassen, oder? Ich müsste sogar noch irgendwo ein Mikroskop haben, mal schauen. Ich habe rechts hinten die einzige strömungsarme Zone, da wächst ein grüner Belag auf dem Sand. Das habe ich bisher immer für Cyanos gehalten (und beim WW immer abgesaugt).


Schaul bitte unters Mikroskop und mach uns wenn möglich ein Foto von der Mikroskopaufnahme. Dann wissen wir es sicher.

Abends sieht man dort auch immer die Luftbläschen, ich denke es sind nachwachsende Kugelalgen.


Kugelalgen sind einfach zu diagnostizieren und schauen so aus.

algenplage4.jpg


Tunze an der Hinterwand entlang, dann habe ich eine Ringströmung


Wenn du eine gute Strömung hast, dann passt es. Das lässt sich am Besten beurteilen, wenn man vor dem Becken steht.

Seit diese Algen auf das Gestein übergesprungen sind, bin ich nur noch mit Algenbekämpfung beschäftigt. Das ist so mühselig, dass ich mir bezüglich des Umzugs tatsächlich überlegt habe, das Becken nicht mitzunehmen sondern herzugeben. Das bringe ich aber wohl nicht übers Herz, weil ich sehr an meinem Stonogobiops nematodes Paar und ihrem Randalli hänge. Die drei sind einfach die putzigste WG, die man sich vorstellen kann.

Stattdessen habe ich mir überlegt, den Umzug für eine moderate Vergrößerung auf ein Reefer 250 zu nutzen, dann wäre ich die Algen erst einmal los und ich könnte mutmaßlich das neue Becken schon mal starten und müsste nicht an einem Tag alles abbauen und wieder neu aufbauen und somit die Korallen in komplettes Frischwasser setzen. Außerdem könnte ich meine Anfängerfehler ausmerzen (Gestein zu dicht an der Scheibe, sodass eine adäquate Reinigung nicht mehr möglich ist, etc.). Weiters hätten meine Fridmani etwas mehr Platz, gerade der größere ist ein echter Stinkstiefel (weswegen er der einzige Fisch mit Namen im Becken ist – „Fifi“ = Fieser Fisch), da würde es nicht schaden, wenn die anderen Bewohner nicht so dicht auf ihm hocken würden.


Nicht gleich aufgeben. Bei dir ist ja noch alles ok. Die Korallen stehen gut. Mein Becken sah nach meinem Umzug und den dann auftauchenden Cyanos tausendmal schlimmer aus. Natürlich spicht nix gegen eine Vergrößerung, d.h. aber noch lange nicht, dass man dann keine Plagen bekommt. Wenn dem so wäre, hätte ich schon lange nen 5000 l Becken :lol:
Grüße miri

Artemis
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Sonntag 9. Februar 2020, 13:14

Einen schönen Sonntag!
So, ich habe am Freitagabend meinen Mithraxkrabbenbuben abgeholt, er war total unerschrocken und hat sofort losgefuttert. Er hat sich nicht mal von einem meiner Fridmanis, der ihn zur Begrüßung erstmal in die Schere gebissen hat, aus dem seelischen Gleichgewicht bringen lassen. An diesen grünen Belag, der sich jetzt nach dem Absaugen der Kugelalgen entwickelt hat, hat er sich aber noch nicht gewagt. Auch nicht, an die paar Kugelalgen, die sich das letzte Mal nicht mehr ausgegangen sind. Aber nun gut, er ist ja erst zwei Tage da... Seit er da ist, kommen komischerweise auch meine zwei Kükenthalis weiter nach vorne, sie hängen normalerweise ganz hinten unter meinem Riffkeramikunterbau. Die sind inzwischen echt ordentlich gewachsen!

Mit der Krabbe sind natürlich auch noch zwei Korallen mitgegangen... wie heißt diese Krankheit, bei der man keinen Meerwassershop aufsuchen kann, ohne eine Koralle mitzunehmen? Eine Bartkoralle, die im Händlerbecken so mittelprächtig ausgesehen hat, aber bei mir gleich wunderschön aufgegangen ist und sich wirklich prima macht und ungefähr doppelt so groß wirkt (wie konnte ich an dieser Korallenart bisher vorbeispazieren? Das Ding ist WUNDERschön!) und eine rote Kruste, die seit gestern auch voll aufmacht.

Die grüne Kruste zickt noch etwas, aber die Glasrosen haben wir vor einigen Tagen mit der Heißwassermethode ums Eck gebracht (und gleich was draufgemörtelt), das hat sehr gut funktioniert. Die grüne macht jetzt täglich etwas mehr auf, aber von "ganz offen" ist sie noch ein gutes Stück entfernt.

Nach einem Mikroskop halte ich gerade Ausschau, muss noch ein paar Rezensionen wälzen.

Würde es nun Sinn machen, von Sangokai etwas aus dem Basissystem zuzugeben um die Makronährstoffe zuzuführen? Oder eher nicht, solange die Korallen gut aussehen...?

Herzliche Grüße,
Julia

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Sonntag 9. Februar 2020, 13:44

Würde es nun Sinn machen, von Sangokai etwas aus dem Basissystem zuzugeben um die Makronährstoffe zuzuführen? Oder eher nicht, solange die Korallen gut aussehen...?


Du meinst das Startsystem oder? Also complex und complete?
Grüße miri

Artemis
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Sonntag 9. Februar 2020, 15:01

Ja, entschuldige, ich war schon so hungrig. ;-) ich meine natürlich das Startsystem...

Gweny
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Sonntag 9. Februar 2020, 15:19

Solange die Korallen so gut stehen, würde ich auf eine Dosierung verzichten. Daheim n.n. heisst ja nicht, dass es nicht vorhanden ist.

Welche Test's nutzt du daheim?
Grüße miri

Artemis
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Montag 10. Februar 2020, 06:50

Hallo miri,
ja, mir ist klar, dass es nicht heißt, dass ich keine Makronährstoffe habe, nur weil mein Test sie nicht nachweisen kann. Wie gesagt, ich benutze JBL Tröpfchentests. Welche Tests sind denn empfehlenswert? Ich weiß, vor ein paar Jahren wurde oft Salifert empfohlen, das scheint ja nun nicht mehr die Empfehlung Nummer Eins zu sein. Dann habe ich oft Gilbers als Empfehlung gelesen, aber das scheint es ja nicht mehr zu geben, zumindest habe ich in allen Shops "Aktuell nicht verfügbar" gelesen...

LG,
Julia

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Montag 10. Februar 2020, 07:56

Hi Julia,

von JBL würde ich weggehen.

Meine Empfehlungen:

KH , Red sea
Jod, Red sea
Calcium, Salifert
Sali, Refraktometer Red sea
No3, Red sea
Po4, Fauna Marin
Grüße miri

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Montag 10. Februar 2020, 09:35

Danke, miri, die werd ich mir mal zulegen, meine JBL gehen eh zur Neige.

Von dem Red Sea Refraktometer bin ich bisher nicht überzeugt. Ich habe mir eine Kalibrierlösung mit 35 ppm dazubestellt und das Refraktometer dementsprechend justiert. Dann habe ich mein Beckenwasser getestet und 36 ppm abgelesen. Dann habe ich nochmal die Kontrolle mit der Kalibrierlösung gemacht (bei jedem Wechsel das Refraktometer mit Osmosewasser abgespült und nachgewischt) und ich habe für die Kalibrierlösung 33 ppm gemessen, dann noch einen Test gemacht und 31 ppm abgelesen. Also irgendwas stimmt da ja nicht? Wenn das so unzuverlässig ist, kann ich weiterhin mit dem Aräometer pi mal Daumen ablesen...
Ich bin mir auch keiner Schuld bewusst, irgendwas falsch gemacht zu haben. Ich habe das an dem Abend dann noch ein paar Mal durchexerziert und keine reproduzierbaren Ergebnisse erzielt, weder für die Kalibrierlösung noch für mein Beckenwasser. Ich habe sowohl die Kalibrierlösung als auch das Refraktometer einige Stunden bei Raumtemperatur (23 °C) liegen lassen, weil es natürlich eiskalt war, als ich es ausgepackt habe. Ich habe nach dem Auftragen des jeweiligen Tropfens 30 Sekunden gewartet, ehe ich abgelesen habe, genau wie es in der Anleitung steht. Auch meinen Mann habe ich testen lassen um auszuschließen, dass ich irgendwie einen Knick in der Optik habe... Heute Nachmittag steht wieder ein Wasserwechsel an, da werde ich einen erneuten Versuch starten.

Mein neues Mikroskop müsste morgen ankommen, ich bin schon sehr gespannt, was ich da sehen werde.

Gweny
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Montag 10. Februar 2020, 10:28

Ok. Komisch.

Spindel ist genau so ok. Nur halt mal sichherheitshalber gegen testen.
Grüße miri

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Montag 10. Februar 2020, 18:50

Ich hab ja keine Spindel, sondern nur so ein Plastik-Zeigerdings von Dupla.

Heute beim WW hab ich wieder mit dem Refraktometer gemessen, da hat es mir sowohl für das Wechselwasser als auch für die Referenzlösung 40 ppm angezeigt. :roll: Also nochmal auf die Referenzlösung justiert und das Wechselwasser gemessen: ebenfalls 35 ppm. Beckenwasser 36 ppm.

Das schienen korrekte Werte zu sein. Aber das Ding verunsichert mich.

Heute wurden wieder Algen/whatever it is abgesaugt, aber dieser hellgrüne Grundteppich ist einfach nicht wegzubekommen, da müsste ich schon ewig lange mit einer Zahnbürste arbeiten, um das zu schaffen - was ja in direkter Nachbarschaft zu den Korallen auch schwierig ist. Die Mithraxkrabbe wirkt auch bei weitem nicht mehr so motiviert wie am ersten Tag, vielleicht hat sie sich schon überfressen.


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