Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Artemis
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Dienstag 11. Februar 2020, 16:50

Danke! Also habe ich rote und grüne Cyanos. Was mache ich jetzt am besten dagegen? Man soll doch auf eine Spurenelementzugabe verzichten, richtig? Heißt das, ich soll erst einmal aufhören mit dem Sangokai Basissystem?

Und ich hab noch ein größtmögliches Bilder der runden Flitzer gemacht:

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Gweny
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Dienstag 11. Februar 2020, 17:58

Hi,

ja also ich tippe auch auf grüne und rote Cyanos und Dinos. Bei den Dinos handelt es sich meist um ausgestoßene Zooxanthellen der Korallen, und das kommt schon mal vor. Zudem ist der Befall ja bisher nicht übermäßig.

Man soll doch auf eine Spurenelementzugabe verzichten, richtig? Heißt das, ich soll erst einmal aufhören mit dem Sangokai Basissystem?


Das Wichtigste ist jetzt, das Becken so gesund wie möglich einzustellen und eine gesunde Konkurrenz zu den unerwünschten Gästen zu schaffen. Ich würde das Basissystem nicht absetzen. Damit entzieht du den Korallen ja auch einer Versorgung und deine Werte sind eh schon ziemlich niedrig.

Die Empfehlung des VerZichtes der Spurenelementzugabe halte ich auch in der heutigen Aquaristik für nicht haltbar. Kann sein, dass es früher ratsam war, als man keine ICP hatte und irgendwas an Spurenelementen nach Gefühl einfach so dosiert, bzw auch überdosiert hat. Heute sieht das jedoch ganz anders aus.

Ich würde mir als Erstes ne gute Spindel zulegen, den Korallenbesatz erhöhen, eine ICP machen lassen und leicht mit dem Complete und Complex arbeiten, also 3 Tage jeweils 0,5 ml/100l. Falls die Gäste den korallen zu nah kommen, einfach etwas absaugen. Und bitte beobachten.

Lies dir auch mal bitte in den SEA-Z das Thema Dinos durch.
Grüße miri

Gweny
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Dienstag 11. Februar 2020, 17:59

Und bitte lass die Blauphasen bei deiner Beleuchtung weg.
Grüße miri

Artemis
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Dienstag 11. Februar 2020, 18:26

Okay, danke!
- Complete und Complex sowie Spindel werden bestellt
- 2-3 Korallen werden diese Woche noch eingekauft
- Die Wasseranalyse ist ohnehin schon auf dem Weg zu mir (Oceamo)
- Blauphasen sind gestrichen.
- das A-Z wird durchforstet

Ich hoffe, das nimmt alles einen guten Ausgang. Ich habe über so viele Jahre von einem MW-Aquarium geträumt (und so viele Fäden über das Scheitern an Plagen gelesen!), mir schlussendlich eines zugelegt und habe so viel Freude an den Bewohnern. Ich möchte jetzt nicht wegen so einer dämlichen Plage klein beigeben... Mein Wasser ist superklar, meine Korallen stehen gut, die übrigen Bewohner sind auch wohlauf, man erwartet gar nicht, dass irgendetwas so im Ungleichgewicht sein könnte und doch ist es so! Und die unüberlegte Aktivkohlegabe hat dem ganzen System wahrscheinlich den Rest gegegeben, denn davor gab es in erster Linie tatsächlich nur Faden- und die paar Kugelalgen, während sich jetzt die Cyanos so richtig freuen. Nun ja, ruhig Blut!

Ich danke dir, miri, jedenfalls ganz herzlich für deine Hilfe!

Schlussendlich hab ich noch eine ganz kurze Frage. Unter meiner neuen Kruste wächst eine rote Struktur (und auch dahinter sieht man unscharf mehrere dieser Lebewesen) - das sind einfach Schwämme, oder? Keine bad guys? (man fängt irgendwann an Gespenster zu sehen)

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Gweny
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Gweny » Dienstag 11. Februar 2020, 20:07

Hi Julia,

ganz ruhig. Unerwünschte Gäste hatte JEDER, wirklich JEDER Aquarianer bereits. Das heisst noch lange nicht, dass irgendetwas aus dem Ruder läuft. Dann gebe es keine Aquarianer mehr :lol:

Aber klar, Probleme werden immer mal wieder auftreten. Das ist ein sehr anspruchsvolles Hobby mit einem sehr labilen Ökosystem. Da ist IMMER irgendwas.

Mein neues Becken ist auch noch nicht alt. Und ich habe bereits die 2. Cyanoplage sowie Kugelalgen und Glasrosen hinter mir. Und ich behaupte jetzt einfach mal ganz frech, dass ich schon ein bisschen Ahnung habe. ;)

Also Kopf hoch. Du musst halt immer dranbleiben.

Das Rote da schaut für mich gut aus. Ne Rotalge könnte es sein, die da aus deinem Lebendgestein wächst. Sieht hübsch aus. Denke aber auf jeden Fall nix "Böses". :mrgreen:
Grüße miri

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Freitag 14. Februar 2020, 19:48

Einen schönen Abend wünsche ich!

Ich glaube, was meine Kruste gestört hat, waren die Cyanos, denn die neue rote ist jetzt auch schon beleidigt. Ich hatte ja kürzlich die rote Kruste und eine Bartkoralle gekauft und heute habe ich noch eine blaue und eine rote Goniopora sowie eine Blastomussa gekauft. Vorher habe ich noch ein paar Cyanobeläge abgebürstet. Morgen kommt ein Wasserwechsel dran und die Beläge werden sorgfältig zuerst über den Außenfilter mit Filtervlies abgesauft, dann eben Wasserwechsel. Die Korallen sind ganz schön beleidigt momentan und schleimen zum Teil ganz schön heftig ab. Auch meine geliebte Euphyllia, die das eigentlich noch nie gemacht hat.
Die Wasseranalyse wird morgen weggeschickt, das Sangokai Startsystem ist bei mir eingetroffen und die Beleuchtung ist momentan durchgehend für 9 Stunden auf weiß + blau.

Mir ist klar, dass jeder Meerwasseraquarianer ab und an mal mit einer Plage zu tun hat, aber da ich noch gar nicht so richtige Erfolgserlebnisse hatte, macht mir das ganz schön Angst. Ich hoffe, mit mehr Biologie im Becken wird den Cyanos der Garaus gemacht.

Dann habe ich ja noch die Tunze 6015, die lässt sich ja tunen, ich überlege, das am WE mal zu machen, denn ich finde, die Strömung könnte schon noch kräftiger sein... käme das der Cyanobekämpfung auch entgegen?

LG
Julia

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Freitag 14. Februar 2020, 20:11

Oh und eines noch: ich habe zum ersten Mal Hauteffloreszenzen an der Hand mit der ich im Wasser hantiert habe... wie wenn man sich am heißen Backofen verbrennt. Sieht so aus und fühlt sich auch genauso an... ich frage mich ob das mit der heftigen Schleimproduktion zu tun hat. Meine Euphyllia ist wirklich so zusammengezogen wie nie.
Nicht dass es besser wäre sofort einen WW zu machen?

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NanoCube
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon NanoCube » Freitag 14. Februar 2020, 20:32

Hat definitiv was damit zu tun. Meine Kollegin hat mal mit dem Unterarm eine Euphyllia gestiffen. Daraufhin war der Arm für 3 Tage fast doppelt zu dick!

Wie riecht Dein Wasser?
Gruss,
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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Freitag 14. Februar 2020, 20:38

Das Wasser riecht unauffällig. Neutral. So wie vorher auch.

Meine Euphyllia habe ich schon hin und wieder beim Scheibenreinigen gestreift, die hat mir noch nie was getan, obwohl ich sehr dünne Haut habe...

Total verrückt.

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Re: Seit Monaten Grünalgen - Nährstofflimitierung?

Beitragvon Artemis » Samstag 22. Februar 2020, 17:24

Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Meine Analyse von Oceamo ist gerade eingetroffen (siehe Anhang). Auch hier konnte Nitrat und Phosphat nicht nachgewiesen werden, die niedrige KH wurde damit sogar als positiv beurteilt (der Zusammenhang ist mir gerade nicht ganz klar).
Ich habe mittlerweile 4 Tage am Stück 0,5 ml/Tag des Startsystems dosiert (nach Wegschicken des Wasser zur Analyse), die grünen Cyanos werden von mir alle 3-4 Tage abgepinselt (auch die Krusten, die jetzt wieder ein kleines bisschen aufgehen).

Also ist der Plan die Makronährstoffe und im Verlauf auch die KH zu erhöhen...? Ich werde morgen wieder Phosphat und Nitrat mit dem Tröpfchentest bestimmen, um zu sehen, ob ich mal irgendwas nachweisbares finde. Soll ich so lange das Startsystem weiterdosieren, bis ich etwas nachweisen kann? Oder soll ich eine bestimmte Zeit lang dosieren und dann nochmal eine Analyse machen lassen?

Aktuell bin ich wieder etwas besserer Stimmung, und hoffe durch Spucke und einen langen Atem irgendwann diese grünen Cyanos loszuwerden. Die Fadenalgen existieren immer noch, wobei das Gestein von der Mithraxkrabbe sauber gehalten wird und ich mich nur noch um Scheiben und Technik kümmern muss. Kugelalgen gibt es nur noch vereinzelt, auch diese werden von der Krabbe verspeist.

Für eine weitere Beurteilung bzw. weitere konkrete Tipps wäre ich dankbar.

Herzliche Grüße,
Julia
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