Ozon und Abschäumer - Stichwort Effizienz

Von A- wie Abschäumer bis Z- wie Zeolithfilter
StefanSc
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Ozon und Abschäumer - Stichwort Effizienz

Beitragvon StefanSc » Donnerstag 1. November 2018, 09:59

Hallo zusammen,

ich habe in meinem Becken massiv gegärtnert und eigentlich eher ein Massaker an Briareum hamrum angerichtet. Kurzum, ich wollte und musste es loswerden, da das Zeug alles überwächst und abtötet. jeder der das schon mal von der Dekoration entfernen wollte, kennt wohl das Problem. Es geht nicht einfach so runter. Also wird es eher zerfetzt, abeschabt, usw.

Um mein Wasser nicht zu sehr zu belasten, habe ich danach zwei größere WW durchgeführt und ich hatte im Fundus des Vorbesitzers einen Sander Ozonisator. Koralle Ausgabe 109 gelesen, etwas im Internet recherchiert und Ozon aus obigem Hintergrund eingesetzt. Sehr gering dosiert.

Ich habe es, wie idealerweise eingesetzt, am Anschluss des AS angestöpselt und auf ca. 1/4 des Drehreglers laufen.

Beonachten konnte ich folgendes: Wasser wird tatsächlich sehr klar, zuvor habe ich trotz Dauerkohle nach SEA-Z doch deutlich Gelbstoffe im Wasser. Zwar nicht wirklich zu sehen im AQ aber im Eimer und beim direkten Vergleich mit dem Ozon.

Außerdem konnte ich beobachten, dass mein AS eigentlich nichts mehr großartig rausholt und das ist die eigentliche Frage:

Was bedeutet bei den immer genannten Vorteilen der Ozon-Anwendung: "Der Abschäumer arbeitet effizienter"??

Mehr Dreck rausholen bedeutet für mich mehr Brühe im Topf. Bei mir war recht klare Brühe im Topf, gemüffelt hat es trotzdem und am Steigrohr scheinbar mehr dieses ekligen Belages als sonst.
Es war aber nicht so, dass wie sonst konstant der schmutzige Schaum überläuft, eher war weniger Schaum zu sehen und der auch sauberer.

Wie sieht diese gesteigerte Effizienz in der Praxis aus? Dazu habe ich nirgends etwas gefunden.
Gruß
Stefan

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MPApple
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Re: Ozon und Abschäumer - Stichwort Effizienz

Beitragvon MPApple » Donnerstag 1. November 2018, 14:15

Hallo,

Ich habe bei 700 Liter volumen am Bubble King Double Cone 200 einen kleinen Sander 25 laufen auf ca. 25 % laufen. Das Wasser ist deutlich klarer, obwohl ich das vorher auch schon gesagt hätte, aber es ist noch mal ein deutlicher Unterschied. Ich meine wir geben viel Geld für optiwhite Glas aus und lassen unser Wasser einen Gelbstich haben!?

Der Bubble King Double Cone 200 hat an der Pumpe einen zweiten separaten Anschluss für den ozonisator. Das würde bedeuten, das er jetzt mehr Luft ansaugen kann also ohne Anschluss eines ozonisators. Damit wird meine Beobachtung verfälscht. Bei gleicher Einstellung der Pumpe und der durchflussmenge stelle ich eine Zunahme an abgeschäumter Flüssigkeit bei gleicher Dunkelheit der Flüssigkeit fest.

Man könnte also schließen das sich das Ozon positiv auf die abschäumung auswirkt, was aber auch an der Änderung des Verhältnisses von Luft zu Wasser durch den zusätzlichen Einzug von Luft über den ozonisatorschlauch resultieren kann.

Der ozonisator macht aber jeden Fall das Wasser Glas klar und dafür verwende ich ihn. Obwohl ich jede Woche die Kohle wechsle.

Negative Anzeichen kann ich bei der geringen Menge Ozon nicht fest stellen.
Gruß
Marc

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Re: Ozon und Abschäumer - Stichwort Effizienz

Beitragvon StefanSc » Donnerstag 1. November 2018, 17:40

Hi Marc,

Danke für Deinen Beitrag. Die Beobachtung des klaren Wassers deckt sich ja mit meiner und obwohl ich das zuvor nie als Marketinggag für diese Geräte angesehen hatte - aber eine vollmundige zu beweisende Behauptung, ist der Effekt doch erstaunlich.
Auch ich verwende einen RE, aber einen MBK, die Düsen sind aber identisch und wenn auch Du nicht mit zusätzlicher Luftpumpe arbeitest, so wie man das tlw. auch als Empfehlung liest, sind unsere Konfigurationen vergleichbar.
Den verstärkten Lufteinzug kann ich nicht bestätigen. Hält man das Schlauchende am Ozonisator im Betrieb zu, ist das dem AS ziemlich wurscht. Halte ich aber den Schalldämpfer zu, kocht der AS wie gewohnt über und kann sich auch über die wenige Luft durch den Ozonosator "nicht retten".
Die zusätzliche Luftmenge halte ich für sehr gering, ich spüre auch kaum einen Sog an dem Schlauchende.
Aber wenn Dein Schaumbild, bzw. die Schaummenge erhöht ist, ist das zumindest eine Erklärung für diese Effizienfrage, die ich gestellt hatte. Bei mir kann ich das nicht beobachten. Aber evtl. ist das auch wie beim Einsatz eines neuen AS, dass der sich erstmal einfahren muss?
Gruß
Stefan

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Re: Ozon und Abschäumer - Stichwort Effizienz

Beitragvon MPApple » Donnerstag 1. November 2018, 17:54

Hallo,

Seit wann läuft der ozonisator bei dir mit?

Am Anfang gab es tatsächlich eine kurze Phase (2 Wochen) in der die schaumbildung zurück ging, das habe ich Über erhöhung der pumpenleistung kompensiert. Nach zwei Wochen bin ich wieder auf der Watt Zahl die ich vor zuschalten des ozonisators hatte.

Ich merke am dem ozonisator schon einen deutlichen sog, auch wenn die schaummenge im abschäumer nicht merklich zurück geht.

Ob der ozonisator die Abschäumung begünstigt ist schwer zu sagen, aber er sorgt auf jeden Fall für klares Wasser. Und wenn er die Gelbstoffe neutralisiert, hat er sein Dasein schon berechtigt. Das legt auch nahe das nicht nur gelbstoffe sondern auch andere Stoffe neutralisiert werden. Ozon soll ja auch entkeimen.

Zu erwähnen wäre noch, das der Effekt der aufklarens trotz altivkohle im dauereinsatz ( wöchentlicher Wechsel) und uv im dauereinsatz zu beobachten ist.

Also klare Empfehlung für Ozon in Ultra geringen Mengen.
Gruß
Marc

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Re: Ozon und Abschäumer - Stichwort Effizienz

Beitragvon StefanSc » Freitag 2. November 2018, 09:38

Hi Marc,

dann werde ich den AS mal die nächsten Tage beobachten, es läuft bei mir erst seit einer knappen Woche und Hintergrund des Einsatzes war ja nur die Neutralisation meines Eingriffes. Im Dauereinsatz werde ich es aber nicht betreiben, es ging mir letztlich nur um diese immer wiederkehrende Aussage, dass die Abschäumung effinzienter ist durch Ozon.
Gruß
Stefan


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